Zu Beginn des Jahres schaue ich mir meine Zahlen an. Unter anderem interessiert mich, wie viel Menschen auf meiner Webseite unterwegs waren, welche Seiten besucht wurden und wie die einzelnen Blogbeiträge interessiert haben. Diese Zahlen bekommen ich durch Cookies auf meiner Webseite.
Ich nutze das bordeigene Analyse-Tool von WordPress WP Statistik in der gratis Version. Leider ist das nicht sehr aussagekräftig. Nach einem Update vor einigen Wochen waren sogar alle Zahlen verschwunden, so dass ich überhaupt keine Idee davon hatte, ob überhaupt Menschen auf meiner Seite waren oder Blogartikel gelesen hatten 🫣
Diese Aufgabe erfüllen Cookies
Von der digitalen Technik habe ich ja herzlich wenig Ahnung. Cookies sind „Codeschnipsel“ sagt meine Web-Expertin Britta Just. Ich stelle mir das wie kleine Notizen vor: Meine Website legt im Browser einer Besucherin winzige Infos ab, damit beim nächsten Klick alles flüssig läuft. Das sind Basic Funktionen (eingeloggt bleiben, Sprache und Warenkorb – so ich denn einen hätte – merken, etc.) oder hilfreich für mein Business (ich kann sehen, welche Seiten und Beiträge gelesen werden und wo Besucher:innen abspringen).
Cookies haben dabei unterschiedliche Aufgaben:
- Funktion – damit die Seite überhaupt gut funktioniert,
- Statistik – damit man nachvollziehen kann, wie sich Besucher…innen auf einer Seite bewegen) und
- Marketing (um später gezielt Werbung ausspielen zu können, bspw. auf social Media).
Rechtlich geregelt wird das in Deutschland vor allem über das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG): Vereinfacht besagt das Gesetz, dass Websites solche Infos auf dem Gerät speichern oder auslesen dürfen, wenn die Nutzerin zustimmt – außer es ist wirklich notwendig, damit ein ausdrücklich gewünschter Dienst funktioniert (z. B. Login oder Warenkorb).
Diese Cookies sind für mich relevant
Ich persönlich habe für meine Webseite im Moment überhaupt nur drei Wahlmöglichkeiten:
- Für die Funktion der Seite essentiell – sonst wird die Seite nicht richtig angezeigt.
- Externe Medien für bspw. eingebettete Videos oder meine blätterbaren digitalen Magazine und
- Statistik, damit ich sehen kann, wie viele Menschen einzelne Seiten oder Blogartikel besucht haben. Die werden über Anklicken von „Ich akzeptiere alle“ mitgesammelt.
Vielleicht müsste ich meinen Text nochmal anpassen und knackig und verständlich erläutern.

Wenn man auf individuelle Datenschenutz-Präferenzen klick hier das ganze so aus – irgendwie kompliziert. Das macht es Nutzer:innen wahrlich nicht einfach. Werde klären, ob ich da was ändern kann.

So sieht meine Statistik aus
Im vergangenen Monat kamen auf 1.000 bestätigte essentielle Cookies nur ca. 250 Bestätigungen für externe Medien (also 25%) und etwa 200 für die Statistik (20%).
Natürlich habe ich das auch mit meiner Webdesignerin Britta besprochen und den Einsatz von bezahlten Tools in Erwägung gezogen. Auch wenn ich nicht auf Zahlen fixiert bin, helfen sie mir schon, bei der Auswertung. Andere Tools sind aber scheinbar nicht die Lösung. Die Lösung wäre, dass mehr meiner Besucherinnen die Cookies akzeptieren.

Cookies akzeptieren hilft selbstständigen Frauen
Viele Selbstständige mit denen ich arbeite, nutzen die Statistiken auf ihrer Webseite wenn überhaupt nur, um mal zu schauen, wie viele Besucher:innen sie im Laufe ihrer Kleinen Kampagne erreichen konnten. Die meisten arbeiten gar nicht aktiv mit ihrer Webseite.
Da ich persönlich aber immer weniger sozialen Medien nutze und meine Webseite mein zentrales digitales Schaufenster ist, macht es für mich einen großen Unterschied, ein paar verlässliche Zahlen zu bekommen. Ich wünsche mir mehr bewusste Cookie-Entscheidungen statt reflexhaftem „Alles ablehnen“. Gerade bei Websites von Solo-Selbstständigen können Statistik-Cookies helfen, Inhalte und Angebote zu verbessern.
Darum stimme ich mehr und mehr den Cookies von anderen Selbstständigen zu, damit die einfach aussagekräftigere Daten über das Nutzungsverhalten auf ihrer Webseite bekommen. Und ich wünsche mir auch, dass meine Besucherinnen allen Cookies zustimmen.

Meine Tipps für deine Cookie Entscheidung
- Essentiell → zustimmen – sonst funktioniert die Seite ggf. nicht
- Statistik → zustimmen, wenn verständlich erklärt wird und es sich um eine seriöse Anbieterin handelt.
- Marketing → nur zustimmen, wenn du es wirklich willst (sonst ablehnen), kann sein, dass du nach Zustimmung bspw. auf sozial Media mehr Werbung von der Person angezeigt bekommst, muss aber nicht.
- Wenn ein Cookie Banner kein „Ablehnen“-Button auf erster Ebene hat oder dich drängt, solltest du eher ablehnen.
Schreib mit in den Kommentaren. Ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie du zu dem Thema stehst und welchen Cookies du zustimmst, wenn du Seiten andere Dienstleisterinnen, Kolleginnen, Solopreneur:innen, … besuchst.



2 Antworten
Liebe Susanne,
das ist ein sehr wichtiger Artikel, das Thema steht bei mir auch auf der Themenliste!
Für Schreibende – da reicht es, einfach nur zu bloggen – ist auch die Zählung durch die Zählpixel der VG Wort (ähnlich wie die GEMA, nur halt für Text) ein wichtiger Aspekt. Um ein kleines bisschen Geld für seine Blogartikel zu bekommen, müssen diese eine bestimmte Mindestzugriffszahl im Jahr erreichen.
Ich muss das auf meiner Website auch noch anders erklären. Mal gucken, wie viel Spielraum mein Anbieter da bietet!
Liebe Birgit,
ja, die VG Wort – daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
Auch dafür ist die Erlaubnis zum Tracking natürlich wichtig.
Gut, wenn du das auch nochmal erklärst.
Liebe Grüße, Susanne