Vor 30 Jahren hatte sich meine Mutter ihren Traum vom kleinen Haus in großem Garten erfüllt und eine Doppelhaushalte im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern gekauft. Als die Nachbarn starben, kam auch die zweite Hälfte dazu. Die beiden uralten Fachwerkhäuser unter Reet waren nach ihren Pensionierung ihr Lebensmittelpunkt. Es wurde investiert, saniert, umgebaut, gepflanzt, zeitweise dauerhaft an junge Familien vermietet.
Eine Hälfte war lange Zeit Gästehaus für Radfahrer, Vogelbeobachter, Festivalbesucher:innen und ruhesuchende Menschen. Für die Familie war es Refugium und Treffpunkt. Nach dem Tod meiner Mutter vor zwei Jahren wurde schnell klar, dass wir das große Areal von Berlin aus nicht bewirtschaften können. In diesem Frühjahr nehmen wir Abschied und freuen und darauf, das großartige Ensemble in gute Hände abzugeben.
Heute ist der 12. April und ich nehme dich in 12 Bildern mit durch meinen Tag.
Gestern haben wir begonnen, das Haus meiner Mutter auszuräumen. Einige Möbel kommen mit in die Stadt, anderes kommt kommende Woche auf den Sperrmüll. Das Abbau-Team ist gestern schon mit dem vollbeladenen Transporter nach Berlin gefahren.

Bettenwechsel, nach dem sich Sohn und Freundin mit dem vollbeladenen Sprinter Richtung Berlin verabschiedet haben.

Denn nächstes Wochenende bekomme ich Besuch von einer lieben Freundin und ihrem Mann

Die ausgeräumte Küche lässt erahnen, dass die zweite Hälfte neben viel Liebe und Leidenschaft für ein 200 Jahre altes Haus auch die nötigen finanziellen Mittel benötigt, um es nach eigenen Wünsche zu gestalten.

Tausend kleine Gegenstände, tausende Entscheidungen.

Im Garten blühen die ersten Narzissen.

Die Sonne versteckt sich heute hinter Hochnebel.

Ich lasse das Auto stehen, mit dem Deutschlandticket komme ich günstiger nach Berlin. Der Nachbar bringt mich zur Bahn.

Mein Sohn holt mich mit dem Transporter am Hauptbahnhof ab

Nach dem Einladen (gestern) ist vor dem Ausladen …

Juhu! Ein Parkplatz vor der Haustür. In Berlin wirklich ein Glücksfall. Der Nachbar hilft beim Ausladen – toll!

Dann ist Schicht im Schacht: Spagetti auf dem Sofa.

Das Blogformat 12von12 nutzen Blogger:innen weltweit, um am 12. eines des Monats ihren Tag in 12 Bildern und kurzen Texten festzuhalten. Ich teile den Artikel bei Caroline Lorenz-Meyer auf ihrem Blog „Draussen nur Kännchen„. Dort kannst du dich inspirieren lassen und ins das Format hinein schnuppern.



2 Kommentare
Viel zu tun – gut dass du treue Helfer hast. Irgendwann ist auch diese Phase abgeschlossen und du kannst dich wieder ausruhen und einen gemütlichen Tee trinken. Alles Liebe zu dir in den Norden, Sigrid
Liebe Sigrid, du sagst es, treue Helfer:innen sind Gold wert!
Und ja, ich denke schon den Sommer mit – vielleicht klappt es ja mit einem Besuch in St. Pölten …
Du hast so viele schöne Events geplant, es wäre doch toll, wenn wir uns da sehen könnten.
Herzliche Grüße, Susanne