Kurz nach sieben, die Sonne hat schon Kraft, ich genieße mit dem ersten Tee die Stille im Garten und das Gezwitscher der Vögel. Doch da ist noch etwas: Ein rhythmisches Bumm, Bumm, Bumm, Bumm. Ahhhh, Techno-Beats, 120 in der Minute! Die trägt der Wind kaum hörbar vom Festival zu uns herüber. Der Mann hört nix und beißt herzhaft in sein knuspriges Brötchen. In einer halben Stunde will er Laufen gehen, so lange die Temperaturen noch gemäßigt sind. Ich habe mir auch einiges an körperlicher Arbeit vorgenommen, will junge Bäume fällen, den wilden Wein an der Scheune beschneiden und den Dachboden klarieren. Morgen erwarten wir wieder Interessierte zur Besichtigung, denn unser Cottage steht zum Verkauf.
Wie jeden 12. im Monat nehme ich dich auch heute gerne wieder mit durch meinen Tag. Das Blogformat 12von12 nutzen Blogger:innen weltweit, um am 12. eines Monats ihren Tag in 12 Bildern und kurzen Texten festzuhalten. Ich teile den Artikel bei Caroline Lorenz-Meyer auf ihrem Blog Draussen nur Kännchen. Dort kannst du dich inspirieren lassen und ins Format hinein schnuppern.
Schnell eine Waschmaschine anstellen, dann erster Tee im Garten und Muße, den Blogartikel anzulegen.

Noch liegt die Rückseite des Hauses im Schatten, also steige ich mit der Astsäge und Astschere ausgestattet ins Beet und fälle eine Linde und ein anderes Bäumchen, das dort nicht hingehört.

Der Bauschnitt gibt eine prima Totholzhecke am Rande unseres Gartens

Der Weg zwischen den Häusern ist wieder erkennbar, das Beet luftiger und das Dach hat wieder Raum.

Die Wäsche ist fertig und darf im Garten trocknen.

Die Wildkräuter ums Haus und auf dem Weg müssen weichen – den Klee zupfe ich aus dem lockeren Sandboden und nehme ihn mit auf meinen Berliner Balkon.

Unser wunderbarer Mirabellenbaum wirft die ersten Früchte ins Moos. Ich sammele alles auf, was schon einen Hauch von Gelb hat – noch nicht reif aber Marmelade kann ich bestimmt daraus kochen.

Weiter geht es an der Vorderseite, wo auch ein paar junge Bäume weichen müssen. Dann ist es Mittag und höchste Zeit für einen „Hydration Break“! Der Eiskaffee kühlt derweil im Haus …

So sieht es auf dem Dachboden unseres reetgedeckten Hauses aus. Es duftet nach Sommer und Heu.



3 Kommentare
Oh ein Eiskaffe …
Genau das brauche ich jetzt.
Herzlichen Dank für deinen inspirierenden Beitrag.
Liebe Grüße
Romy
Hallo Romy,
ich hatte zwar kein Vanilleeis (und keine Sahne), aber starker, kalter Kaffee, ein paar Eiswürfel und Milch waren sehr erfrischend.
Liebe Grüße, Susanne
Richtig schön ist dein Eichhof Cottage. Ich würde es wirklich gerne sehen. Den Duft auf dem Dachboden kann ich förmlich riechen.