Jahresrückblick 2020: ein Hoch aufs virtuelle Arbeiten

Jahresrückblick ist toll.
Zurückschauen, reflektieren, würdigen was war, sich wirklich Zeit nehmen. Ahhrrggh.
Immer wieder habe ich mir das vorgenommen und selten geschafft.

Gefühlt bin ich erst Anfang Januar bereit für die Bescherung.
Ich brauche die Feiertage, um erstmal runter zu kommen nach dieser anstrengenden Achterbahnfahrt 2020. Dann freue mich auf die Zeit “zwischen den Jahren” und zack, ist schon wieder alles vorbei.

Jedes Jahr schreibe ich in meinen Kalender: Früher mit dem Aufhören anfangen!

Und diesmal klappt’s! Auch, weil ich in Gemeinschaft schreibe und mitmache beim Jahresrückblog von Judith Peters. Was für ein eigenartiges Jahr. Die Zeit dehnt sich und schnurrt im gleichen Moment zusammen – also was war los in 2020?

Was nicht geklappt hat – und was viel besser als erwartet

Schon letztes Jahr hatte ich große Lust, meine Workshops in einem richtig schönen Ambiente stattfinden zu lassen.

Also losgezogen, Räume angeschaut und verglichen. Fündig wurde ich in der Potsdamer Straße im Lulu Guldsmeden, einem sympathischen, nachhaltig arbeitendem Familienhotel in Berlin Mitte.

Der Raum perfekt für eine kleine Gruppe, gemeinsames Arbeiten, Ideen spinnen, die Verpflegung gesund und lecker, intensive Gespräche beim Mittagessen, zuvorkommendes Personal, großzügiger General Manager. Ein Traum. Immerhin konnte ich mich dort einige Male zum Fokus-Workshop mit engagierten Frauen treffen, bevor dann nichts mehr ging.

2020 wollte ich Arbeit + Reisen so verbinden:

Im Frühjahr wollte ich meinen Schatz zu einer Tagung nach Madrid begleiten, im Mai mit den betagten Schwiegereltern nach Südfrankreich und zum Selfmade Summit eine Woche nach Island. Alles abgesagt, verschoben oder gestrichen.

Interessant war, wie unterschiedlich Unternehmen in dieser Situation mit ihren Kund:innen (in diesem Fall mit mir) umgegangen sind. Viele (große) waren haltlos überfordert und wenig hilfreich. Aber das nur nebenbei.

Rechtzeitig und eindeutig hat meine Coach Sigrun das gelöst: Schon Anfang März war klar, ihr Selfmade Summit, ein internationaler Kongress für Frauen im online Business, der eigentlich in Reykjavik stattfinden sollte, wird um ein ganzes Jahr verschoben. Wer sein Ticket behält, bekommt einen extra Tag dazu und kann ganz nah ran an die internationalen Speaker, um mit denen in Brainstorming-Sessions zu arbeiten. Großartiges Beispiel.

Auch Sigrun live, ihr jährliches Treffen in Zürich, musste an zwei Tagen virtuell stattfinden.
Das ist natürlich ganz anders, als gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, aber funktioniert.

Per zoom sind nicht nur Vorträge möglich, sondern auch kleine Gruppen, in denen man sich austauschen und intensiv zusammen an seinen Themen arbeiten kann.
Spaß gemacht haben auch die großartigen Gäste mit ihren Impulsen, darunter LinkedIn Expertin Dr. Nat und viele andere, die exklusiv in meinem Home Office aufgetreten sind.

Was gründlich daneben ging, war die 100% Förderung des BAFA.

Schlecht durchdacht und kommuniziert, weckte die Aktion nicht nur viel Hoffnung, sondern auch Begehrlichkeiten und leider reichlich Missbrauch. Über dreißig meiner Klientinnen hatten einen Antrag auf Übernahme der Beratungskosten gestellt, ausführlich begründet, wie sie von Corona betroffen sind und sich auf meine Unterstützung gefreut.

Ums kurz zu machen: Keine bekam eine Förderung, weil die Mittel bereits nach einigen Tagen ausgeschöpft waren. Zigtausende hatten Anträge eingereicht, die zuständigen Stellen wurden von der Antragswelle überrollt. Erst über ein halbes Jahr später bekamen meine Klientinnen die abschlägigen Bescheide.

Trotzdem war der Bedarf nach Unterstützung in Marketing- und Kommunikationsfragen groß. Also habe ich handliche Beratungs-Pakete geschnürt und konnte so auch neue Kundinnen durch diese turbulenten Monate begleiten.

Corona und der Umzug ins Virtuelle

Ich bin ja ein großer Fan von echten Treffen – siehe oben: Workshops mit Ambiente, Impulstreffen in der Galerie, Besprechungen bei Kaffee und Tee im Home Office, sich auch mal herzlich drücken.

Aber dieses Jahr wurde online so viel mehr möglich. Die Akzeptanz von virtuellen Treffen stieg auch bei Frauen, die bisher damit gefremdelt hatten. Viele mussten sich jetzt mit der Technik vertraut machen und konnten dann erleben, dass sich auch online echte Nähe aufbauen lässt.

Was ich schwierig finde ist, dass wir nun alle viel mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen – das darf sich gerne wieder ändern, wenn sich die Lage normalisiert hat.

Andererseits konnte ich so, genau wie viele andere Selbstständige, weiter arbeiten und für meine Kundinnen da sein.

Ich stehe auf bewegte Pausen und liebe ausgedehnte Spaziergänge, um den Kopf frei zu bekommen und meine Gedanken zu ordnen. Noch besser, wenn ich dazu ans Wasser, in den Wald, einfach in die Natur kann.

 

Ein Hoch auf das ortsunabhängige Arbeiten! 

Nach einigen Wochen festgetackert im Home-Office konnte ich endlich wieder reisen und meine Klientinnen einfach mitnehmen. Grandios!

Im Frühjahr in Mecklenburg-Vorpommern, wo ich meiner Mutter rund um Haus und Garten helfen konnte. Im Sommer endlich einige Wochen am Stück bei meinem Partner in den Niederlanden. In meinem Beach-Office habe ich meinen Sommerkurs konzipiert und vorbereitet und dabei die Aussicht genossen …

Dank an meine großartige Community

Ich schätze mein Netzwerk sehr, weil es so persönlich ist. Wenn ich das Gefühl habe, dass sich Frauen gut ergänzen, es Anknüpfungspunkte gibt, vernetzte ich sie und freue mich über die Ideen und fruchtbaren Kooperationen, die entstehen.

Vor meinen Klientinnen bekam ich kleine Aufmerksamkeiten und große Geschenke: Viele teilten ihr Wissen in meinen Pop-Up Impulstreffen und machten sie so zu einer wertvollen Veranstaltungsreihe.

Im März überraschte mich Franziska von den kleinen Franzosen mit einer der ersten handgefertigten Masken. Eigentlich näht Franziska Kinderkleidung für den Kinderalltag – aber als die Nachfrage nach Masken stieg, reagierte sie blitzschnell und verlegte sich aufs Masken-Nähen. So konnte sie ihren Kunden liefern, was sie gerade am nötigsten brauchten. Das nenne ich bedarfsorientiert!

Vorhang auf für kleine Unternehmen

Die Vorweihnachtszeit-Aktion Vorhang auf für kleine Unternehmen habe ich das dritte Mal durchgeführt. Immer ein Sack voll Arbeit, aber es macht auch solchen Spaß, die Dynamik mitzuerleben und Teil von etwas Größerem zu sein:

Ab November stelle ich täglich eine Frau mit ihren Unternehmen auf meiner Facebookseite und bei Instagram vor. Auch dieses Jahr haben 25 Frauen mitgemacht und kommentiert, die Beiträge in ihrer Community geteilt, sich vernetzt und einander so zu mehr Sichtbarkeit verholfen.

Und wenn Frauen aus der gleichen Branche sich gegenseitig empfehlen und Beiträge teilen, statt in Kategorien von Konkurrenz und Neid zu denken, läuft es doch wirklich richtig rund.

Mein Jahr in Zahlen – Fun Facts inklusive

100 Talks in 100 Tagen – Ich hatte mir vorgenommen, 100 individuelle Gespräche mit selbstständigen Frauen über ihr Marketing zu führen. Ganz unverbindlich, um noch besser zu verstehen, wie es ihnen geht und was sie brauchen. Gut die Hälfte habe ich wie geplant geschafft, dann dominierte  das Thema Corona und ich musste meine Challenge abbrechen. Aber ich habe so viele neue Kontakte geknüpft, interessante Geschäftsideen kennengelernt und tiefere Einsichten in die Themen meiner potentiellen Kundinnen bekommen.

52 + 1 Mal meine Business-Partnerin getroffen:

Birgit Schöppe bin ich im Mai 2019 auf der InspiCon in Bonn begegnet. Für sie (fast) ein Heimspiel, für mich ein Abenteuer: Ich hatte  gerade mit Mirella Simeonova mein erstes online-Programm getestet – wir waren noch Neulinge unter den alten Hasen im online Business.

Birgit war wie ich auf der Suche nach verbindlichem, regelmäßigem Austausch – seitdem treffen wir uns mindestens ein Mal pro Woche online, diskutieren Ideen, geben uns Feedback und arbeiten an unseren Strategien. Im Februar konnten wir sogar gemeinsam essen gehen und nächstes Jahr starten wir eine intensive Zusammenarbeit in meinem neuen Programm.

23 Pop-Up Impulstreffen – Mitte März war klar, die monatlichen Impulstreffen in der Galerie sind bis auf weiteres nicht möglich – gleichzeitig gab es brennende Fragen und ein großes Bedürfnis nach Austausch unter den selbstständigen Frauen in meiner Community.

Also habe ich meine online Pop-Up Impulstreffen gestartet, erst alle paar Tage und als sich alles etwas beruhigt hatte in Abständen von ein bis zwei Wochen. Es tat allen gut verbunden zu sein und zu sehen, wie andere mit der Situation umgehen, wo es finanzielle Unterstützung gibt und vieles mehr.

Sehr gefreut habe ich mich über die vielen Impulse aus dem Kreis meiner Klientinnen. Da gab es Vorträge zum Thema Stressregulation, Ordnung im Home Office, umfangreiche Buch-Tipps, DIY-Anleitung für persönliche Vision-Boards, eine gemeinsamen Tapping-Session zu hinderlichen Glaubenssätzen und vieles mehr.
Mal sehen, wie ich das Format im nächsten Jahr weiterentwickle …

25 Topflappen gehäkelt. 

Ich kann nicht anders. Einfach vor der Glotze sitzen und nur den Bildschirm anstarren, war noch nie mein Ding.

In Ermangelung anderer Projekte und vernünftiger Wolle habe ich mich mit Baumwollgarn aus dem Kramlädchen in der Nachbarschaft versorgt, bevor dieses auch schließen musste und habe drauf los gehäkelt. Liegt nahe, dass ich im Winter auf ein Nadelspiel umsteige und mal wieder Socken stricke.

 555 km geradelt (über den Daumen gepeilt):

Unsere geplanten Reisen waren alle nicht möglich, also haben wir uns unsere Räder geschnappt und sind losgeradelt: Die erste längere Tour führte uns im Hochsommer am Main entlang von Bamberg nach Würzburg, also von Bierfranken nach Weinfranken

Die ersten Tage gab es fränkisches Kraftbier zu kosten, dann Wein und zwischendurch Eis in allen Farben. Nie hätte ich gedacht, dass man im Main schwimmen kann. Bei dieser Affenhitze war es grandios, mittags über Kiesel in den Fluss zu stolpern, um sich im klaren Wasser abzukühlen.

Per Rad rund Rügen

Die zweite Tour führte uns rauf zur Ostsee rund Rügen. Von Stralsund mit der Fähre einen Abstecher nach Hiddensee, dann weiter nach Schaprode.

Die Radwege waren für Mensch und Material eine echte Herausforderung. Auch das Wetter war schon rauher – wie praktisch, dass ich dort die gelbe Öljacke kaufen konnte, die ich immer schon mal haben wollte!

Und wir konnten Europas einziges Kreidemuseeum besuchen (ein Kilo feinster Kreide hatte gerade noch Platz im Gepäck), die verspielte “Bäderarchitektur” bewundern und die Gelassenheit und Ruhe der Insel genießen.

Rügen-Ruhe ist seit dem das Zauberwort, wenn es wieder mal hektisch zugeht im Leben. Draußen sein, bewegen, die Landschaft erleben – hach, was ging´s uns gut in diesen Ferien.

7 Hokkaido-Kürbisse geerntet 

Der Sommer war ja wieder sehr trocken, aber in meinen Mittelbeeten (die sind etwa kniehoch und mit bester Erde gefüllt) in unserem Garten in Mecklenburg-Vorpommern, gedieh allerlei selbstgesätes Gemüse.

Darunter bunter Mangold, Gurkenkraut, Kapuzinerkresse, Zucchini, verschiedene Tomatensorten und Hokkaido-Kürbisse. Die Hecken trugen reichlich Brombeeren, so dass ich etliche Gläser Marmelade kochen konnte. Und an unseren Wildblumen und Blüten konnten sich Nachbars Bienen laben. Den Honig gibt’s dann einige Wochen später vom Imker am Ende der Straße – und das Bienenwachs auch. Damit habe ich Wachstücher gemacht, in die ich alles Mögliche verpacken kann. Total klasse – keine Ahnung, wie ich bisher ohne Wachstücher leben konnte!

Leider nur 3 Filme im Kino gesehen: Judy, Bombshell und Knives Out. Alles drei richtig gut, aber öfter entspannt ins Kino gehen, war irgendwie nicht drin. Echt schade, denn es gab so viele interessante Streifen, die ich gerne gesehen hätte.

Mein Motto – und was daraus geworden ist

Mein Motto war Showtime! Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, endlich meine umfangreiche Foto-Sammlung zu sichten und dann zu zeigen, was ich an Ideen Fundstücken  gesammelt habe.

Ich laufe mit offenen Augen durch die Welt und sammele Beispiele, Bilder, Stimmungen, Schaufenster, Mosaiksteine für meinen Ideen-Fundus. Der ist zwar weiter angewachsen, aber geordnet und gezeigt habe ich ihn bisher kaum. Kommt also definitiv auf die To-Do-Liste für 2021!

Showtime galt auch für meine eigene Sichtbarkeit. Ich wollte neue Kontakte knüpfen, also schrieb ich im Sommer unter anderem Gastbeiträge für den Newsletter von Kerstin Müller. Kerstin hilft Selbstständigen bei einem gelungenen Webseiten-Auftritt und hat damit ein für mich interessantes, neues Publikum, das mich durch meine Artikel näher kennenlernen konnte. Daraus ergaben sich intensive Kontakte und interessante Aufträge. Das freut mich besonders, weil ich diese Art der Kooperation für einen sinnvollen und sehr stimmigen Weg halte.

Kerstin hat mich vor ein paar Tagen auch noch für ihren Podcast interviewt. Wir sprechen darüber, was die weiteren Schritte sind, nachdem die Webseite steht. Denn damit allein ist es ja nicht getan. Selbstständige brauchen ein System, um Kund:innen zu gewinnen. Das System bietet den Rahmen für alle Marketing-Aktivitäten – eigentlich wie ein Kleiderschrank, in dem einzelne Kleidungsstücke geordnet und übersichtlich liegen und man nicht überall im Haus suchen muss, bevor man sich anziehen kann.  Die Podcast-Episode findest du hier.

Was ich 2020 gelernt habe – jede Menge Technik

2020 war auch das Jahr mit der steilsten Lernkurve ever. Selten zuvor musste ich mich in so kurzer Zeit in so viel Technik und Tools einarbeiten wie in diesem Jahr. Mit zoom hatte ich ja schon Erfahrung, wurde aber durch meine Pop-Up-Impulstreffen immer besser und kann inzwischen ganz entspannt auch zusätzliche Features nutzen.

Ich habe gelernt, verschiedene Social Media Beiträge mit dem Tool Publer zu planen und zu veröffentlichen. Plötzlich hat Facebook seine Oberfläche verändert und ich habe mich kaum noch zurecht gefunden – wieder tiefer einsteigen und verstehen, wo sich welche Optionen verbergen. Dann gab es die Business-Variante, mit der auch das Planen von Instagram Posts möglich und Publer damit erstmal überflüssig wurde.

Noch mehr Technik und erste Versuche mit VPAs

Mit meinem Newsletter bin ich zu Rapidmail umgezogen, habe Opt-In-Pages und E-Mail-Sequenzen erstellt, verschiedenen Listen angelegt und Stichwörter vergeben.

Und dann war es an der Zeit, mir eine echte Kursplattform zu suchen, um unabhängig von Facebook zu sein. Dort hatte ich bisher meine Kurse veranstaltet.
Ich bin total begeistert von Coachy: Ein kleines, sehr nahbares Team bietet alles, was ich brauche, zu einem guten Preis und dazu noch einen klasse Support. Das weiß ich, weil ich am Anfang wirklich viel wissen wollte und mir immer schnell geholfen wurde. Den ersten Kurs habe ich noch zur Probe angelegt und verschenkt, bis alle Abläufe standen. Im Januar starte ich mit meinem neuen Programm und freue mich riesig darauf.

In Coachy habe ich auch meine erste Landing-Page gebaut, nachdem ich mich im Texterkurs von Anja Strassburger intensiv mit der Textarchitektur einer Verkaufsseite und deren eigenen Gesetzmäßigkeiten beschäftigt hatte. Intuitiv hatte ich zwar schon vieles richtig gut gemacht, aber es kommt eben auf die Details an.
Dann musste ich nur noch die Kursplattform über das Tool Zapier mit Rapidmail verbinden, damit die E-Mails zum Kurs auch ausgeliefert werden. Keine Ahnung, ob ich das je reproduzieren kann, aber zur Zeit läuft es (Never change a running System!!).

Dass es Übung und Zeit braucht, Tätigkeiten zu delegieren und ein eingespieltes Team zu bilden, habe ich in der Zusammenarbeit mit verschiedenen virtuellen persönlichen Assistent:innen (VPAs) gelernt. Das ist mit Sicherheit noch ausbaufähig und steht auf meiner Liste für 2021. Ich brauche eine zuverlässige Kraft, die mich bei den vielen kleinen zeitraubenden Aufgaben unterstützt – falls du jemanden empfehlen kannst, sag mir Bescheid!

Was ich noch gelernt habe ist, dass Selbstständige sich nicht unterkriegen lassen. Na ja, neu war mir das eigentlich nicht, aber es nochmal so geballt zu erleben, war schon beeindruckend.

Viele Frauen haben trotz der kolossalen Hürden, die ihnen in den Weg geschleudert wurden, trotz fehlender Kinderbetreuung, geschlossener Praxen, Ateliers oder Läden, massiver Umsatzrückgängen, komplizierter Unterstützungsbedingungen – name it –  weder ihre Kreativität noch ihren Mut (länger als ein paar Stunden) verloren, sondern Neues, Anderes, Besseres entwickelt und einfach weitergemacht.

Und ich war eine von ihnen! Das liebe ich am Selbstständig-Sein: Mutig, flexibel und kreativ auf die Umstände reagieren und das Beste daraus zu machen.

Businessumbau – Nein zu wie bisher

2020 war auch das Jahr, um mal wieder genauer zu prüfen, wie ich eigentlich leben und arbeiten will. So vieles habe ich schon ausprobiert. Zeit auszuwerten und Entscheidungen zu treffen. Also auch viele Male NEIN zu sagen und Dinge zu beenden, die nicht mehr passen.

Oft keine leichten Entscheidungen, denn warum etwas aufgeben, das doch noch irgendwie funktioniert? Weil viele Neins dazugehören, wenn man zu sich selbst JA sagen will.

Im Sommer habe ich meinen vierten online Kurs entwickelt und getestet. Anlass war der SOMBA Kickstarter meiner Coach Sigrun. Jedes Mal ein riesiger Spaß, weil ungefähr 250 Frauen 10 Wochen lang parallel an ihren Kursen arbeiten und eine tolle Energie entsteht. Dieses gemeinsame Arbeiten auf Zeit ist so motivierend, weil ich wirklich was gebacken kriege!

Das erlebten auch die Teilnehmerinnen meines Kurses: Über 60 Frauen hatten sich angemeldet, um die Module gemeinsam mit mir zu entwickeln und über 4 Wochen an ihrem Business zu arbeiten und Kund:innen zu gewinnen.

Mein Atelier für großartige kleine Kampagnen

Nach dem Sommerkurs wollte ich unabhängiger von Facebook werden. Darum habe ich mir eine echte Kursplattform gesucht und beschlossen, meine Module nach und nach dort einzustellen. Aber ich wollte nicht nur einen “Hub” für meine online-Programme schaffen.

Ich will meinem Fundus an Know-How, Erfahrung, Kreativität und Ideen endlich einen Ort geben, an den ich meine Klientinnen einladen und mit ihnen arbeiten kann.

Und während ich diesen Jahresrückblick schreibe und die Gedanken auf meinen Wanderungen ans Meer reifen, bekommt die Ideen mehr Form und einen (vorläufigen) Namen.

Im Atelier für großartige kleine Kampagnen soll es schon bald die ersten Treffen geben – wie genau, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn sich eins zum anderen fügt. Ich freue mich darauf, mit Selbstständigen auf der Suche nach Trends und Anlässen zu gehen, Stilberatung für Marketing anzubieten und gemeinsam maßgeschneiderte Kampagnen zu entwickeln, die wie angegossen sitzen. Ich halte dich gerne auf dem Laufenden. Trag dich einfach auf meiner E-Mail-Liste ein. 

Schöne Aussichten – auf ein vielversprechendes 2021

Auch wenn dieses Jahr ganz anders gelaufen ist, als gedacht, war es doch alles in allem ein gutes Jahr. Ich freue mich auf 2021, weil ich schon vieles vorbereitet habe und deutlicher sehe, wo sich mein Business hinentwickelt soll.

Ich habe Lust, endlich mein Buch zu schreiben. Dafür sammele ich 50 Erfolgsgeschichten von den Frauen, die mit mir zusammenarbeiten. Schon diese Ziffer und der Plan, das Buch zu schreiben, fokussieren mich ungemein.

Ich habe endlich einen Grund, die Geschichten systematischen zu sammeln und aufzuschreiben, damit andere aus den Beispielen lernen und sich inspirieren lassen können.

Und ich werde in der Content Society von Judith Peters weiterbloggen, um meinen Content in die Welt zu tragen, denn das macht richtig Spaß!!

Ich freue mich darauf, längere Zeit auf dem Land und am Meer zu leben und der Stadt für eine Weile den Rücken zu kehren. Im Sommer will ich wieder mit dem Rad unterwegs sein und auf meiner Tour auch einige Klientinnen besuchen. Wer weiß, vielleicht sehen wir uns dann? Die erste Einladung habe ich schon!

Mein Motto für 2021

Was ich mir sonst noch vorgenommen und unter welches Motto ich 2021 gestellt habe, kannst du in diesem Artikel lesen. 

 


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