Heute geht meine neue Webseite ans Netz. Ich erzähle von der Zeit in der ich überlegt, verschoben, gezögert, verworfen, improvisiert, mich schließlich entschieden und umgesetzt habe und teile meine Erfahrungen und Tipps.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erblickt heute die dritte Fassung meiner Webseite das Licht des Internets. Das fühlt sich tatsächlich wie ein solider Umzug in eine neue, modernere Wohnung an: Fast scheu betrete ich die neuen, frisch renovierten Räume, so richtig heimisch fühle ich mich noch nicht.

Die alten Möbel – in diesem Fall meine Blogartikel und anderen Texte – wirken noch etwas unbeholfen in der neuen Umgebung. Plötzlich fällt auf, dass einige kleine Macken oder abgestoßene Ecken haben: Hier hat das Beitragsbild das falsche Format oder fehlt gleich ganz, dort muss ein Text dringend überarbeitet oder eine schöne Einleitung geschrieben werden.

Auch wenn es natürlich perfekt gewesen wäre, alles vorher schick zu machen … Aus verschiedenen Gründen ging das nicht und außerdem bin ich in der neuen Umgebung viel motivierter. Hier kann ich mich jetzt Schritt für Schritt vertraut machen und alles nach meinem Geschmack einrichten.

In diesem Blogartikel findest du folgende Themen:

Dank an Britta und Philine

Zwei Frauen habe diese Webseite möglich gemacht und maßgeblich dazu beigetragen, dass sie in neuem Licht erstrahlen kann: Die von mir sehr geschätzte Fotografin Philine Bach, von der die wunderschönen Fotos stammen. Und natürlich meine Best Business Buddy Britta Just, die die Webseite entworfen, gestaltet und eingerichtet hat.

Vorher – Nachher

Britta hat mich mit den interaktiven Vorher-Nachher-Bildern überrascht. Damit du einen Eindruck gewinnst, verschiebe einfach den Regler in der Mitte des Bildes nach links (vorher) oder rechts (nachher).

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Die Seite geht live – freu dich mit Britta und mir

Den Moment, in dem Britta die neue Webseite LIVE schaltet, haben wir in diesem Video festgehalten.

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Mehr Informationen

Die Anfänge

Meine allererste Seite aus dem Jahr 2012 bestand aus statischen Seiten, die ich nicht selber aktualisieren konnte. Ich habe tatsächlich noch einen Entwurf meines damaligen Webdesigners gefunden.

Etwa zwei Jahre später dann der Umzug zu einer WordPress Seite, die ich selbst pflegen und aktualisieren konnte. Erste Versuche mit dem eigenen Blog und schließlich Änderung der URL von jestelpr in susannejestel. Viele Jahre war ich happy, aber dann wollte ich hier eine Änderung, dort eine Landingpage für ein neues Angebot oder ein Formular … und irgendwann war klar, eine Überarbeitung reicht nicht mehr, Britta darf die Seite ganz frisch aufsetzen und einfach alles neu machen.

Foto-Termin mit Philine Bach

Beim Fototermin mit Philine hatten wir nicht nur viel Spaß – es sind auch hunderte von großartigen Bildern entstanden von denen ich noch eine lange Zeit zehren kann. Ganz nebenbei habe ich noch ein Menge gelernt, das ich auch anwenden kann, wenn ich Selfies von mir mache: Hier ihre besten Tipps:

  • Beeindruckt hat mich, wie Philine das indirekte Licht eingefangen hat, dass die Sonne in einer verspiegelten Fassade auf unsere Straßenseite reflektiert hat.
  • „So, nun die Schildkröte, bitte.“ Wenn dieser Hinweis kam, sollte ich das Kinn etwas vorstrecken, um ein Doppelkinn zu vermeiden.
  • Verschiedene Wohlfühlen-Outfits überlegen (drei sind prima), damit du unterschiedliche Stimmungen mit deiner Kleidung erzeugen kannst.

Im Vorgespräch haben wir gemeinsam überlegt, wie ich auf meinen Bilder rüberkommen möchte. Natürlich, fröhlich und kompetent! Schnell war klar, wir fotografieren mit minimalem Aufwand draußen in meinem Kiez. Einige Orte hatte ich im Vorfeld ausgesucht, beispielsweise die rot gekachelte Wand am U-Bahn-Eingang Fehrbelliner Platz. Die meisten Bilder sind aber ganz spontan unterwegs entstanden. Hauseingänge, Säulen, farbige Hauswände, eine Bank oder Lichter einer Bar im Schaufenster – alles hat Philipp inspiriert und mich ins beste Licht gerückt.

Der Tag hat sich leicht angefühlt. Klar, etwas Konzentration ist schon gefordert und nach einigen Stunden wurde ich müde, aber ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, ich kann mich geben wie ich bin, vertrauensvoll Philines Anweisungen folgen und sie machen lassen. Sie lässt mich gut aussehen. Schluss war, als wir beiden merkten, es ist genug. Schön war es, den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen.

Ich kannte Philine schon einige Jahre, allerdings bisher nur online. 2021 und 2022 war sie Speakerin auf der masomeco online Summit, die ich mit Britta organisiert und durchgeführt habe. Mich hat begeistert, mit welcher Ruhe und Kompetenz sie Frauen die Scheu vor dem eigenen Bild nimmt. Sie ist wirklich eine absolute Wohlfühlfotografin und ich empfehle sie gerne weiter. Hier geht´s zu ihrer Webseite.

Design oder nicht Design

Oder wie ich – anders als üblich – zu meinen Business-Farben und Designelementen für die Webseite kam.

Klar, ein eigenes Logo ist schick, aber ich habe in den vergangenen Jahren so viele Selbstständige gesehen, die sich viel zu lange mit diesen Details aufgehalten haben. Die Möglichkeiten sind unendlich und viele Frauen überfrachten die Bedeutung eines Logos, das im Idealfall alle Aspekte ihres Angebots, ihrer Persönlichkeit und Mission abbilden soll. Natürlich kann ein Logo helfen, sich über all diese Aspekte klar zu werden, aber klar muss dann auch sein, dass die Entwicklung durch eine professionelle Gestalterin Zeit und Geld kostet.

Ich komme ja aus dem Design und wollte mich trotzdem nicht mit zu vielen Gestaltungsmöglichkeiten aufhalten. Darum habe ich Britta nach einem kurzen Briefing gebeten, mir einige Schriften und Farben vorzuschlagen und konnte dann aus einigen wenigen Optionen wählen.

Meine Hausschrift heißt Outfit – die habe ich tatsächlich einfach wegen des Namens gewählt. Außerdem ist sie modern und gut lesbar, perfekt. Meine Akzentschrift für Überschriften und Hervorhebungen heißt Blue Liquid und erinnert an einen Filzstift, mit dem ich gerne schreibe.

Bei den Farben bin ich ganz ähnlich vorgegangen. Normalerweise erarbeitet eine Gestalterin für ein Unternehmen eine Farbpalette, die dann im Corporate Design verwendet wird. Ich hatte aber bereits einige Zeit bevor Britta mit der Arbeit an der neuen Seite begonnen hat meine Fotosession mit Philine. Dafür hatte ich farbige Outfits gewählt die mir gefallen haben, ohne mir über meine zukünftigen Hausfarben Gedanken zu machen. Meine Hausfarben-Palette hat sich aus den Fotos ergeben. Britta hat mir einige Kombinationen vorgeschlagen, ich konnte aus wenigen Optionen wählen und entscheiden. Fertig.

Den Blog umziehen

Welche überflüssigen Gedanken Aufgaben ich mir gemacht habe und wie wir es dann schließlich ganz pragmatisch gelöst haben.

Ich habe (Stand heute) 255 Beiträge (aka Blogartikel), 182 davon veröffentlicht, davon allerdings etliche, die ich geschrieben habe, als ich noch keine Ahnung von Landingpages oder Angebotsseiten hatte. Viele Beiträge aus der Zeit meiner Blog-Anfänge weisen lediglich auf (längst vergangene) Workshops und andere Angebote hin. Ein Frühjahrsputz für meinen Blog ist also dieses Jahr mehr als fällig.

Das weiß ich jetzt. Aber als ich den Re-Launch der Seite geplant habe, hat mich die Fülle der Beiträge und die Überlegung, was, wie, wann damit geschehen soll total ausgebremst. Es hat mich Monate gekosten, alle Beiträge herunterzuladen, denn ich wollte sie offline bearbeiten können. Keine Ahnung, wie ich auf diesen Gedanken kam. Dazu kam der Frust, mich durch alte Texte wühlen zu müssen, was alles in allem wenig motivierend war und mich viel Zeit gekostet hat.

Natürlich wäre es wünschenswert, VOR dem Umzug das alte Gerümpel zu entsorgen und die Möbel (Texte) zu polieren, mit denen man dann umzieht. Das hat bei mir leider nicht funktioniert. Ich bin schlussendlich mit allen Altlasten umgezogen und kann jetzt, in der neuen Umgebung viel besser überarbeiten, Beitragsbilder austauschen, SEO verbessern und meinen Blog-Workflow abarbeiten. In den letzten Wochen habe ich viel mit meinen Artikeln gearbeitet, sie Interessierten als Einstieg oder meinen Kund:innen zur Vertiefung und Vorbereitung einer Session empfohlen. Dadurch dass ich die Texte nutze, mit ihnen arbeite bekomme ich ein viel besseres Gespür dafür, was ich verbessern und ergänzen kann. Die alten Beiträge, die nur auf Angebote hinweisen, kann ich auf „Entwurf“ stellen und in Ruhe überarbeiten.

Was ich gelernt habe

Eine Webseite ist nie fertig. Es gibt beim ersten Einrichten, Umzug oder Re-Launch jede Menge Entscheidungen zu treffen. Und weil eine digitale Präsenz so wichtig ist, sind natürlich jede Menge Gedanken und Gefühle damit verbunden. Hier einige Punkte, die ich in den letzten Jahren in Bezug auf Webseiten gelernt habe:

  • Viele Webdesigner:innen haben ihren Lieblingswerkzeugkoffer aus Contentmanagement System (bspw. WordPress, Wix, Joomla) Pagebuilder (bei WordPress bspw. Trive Architect, Divi oder Elementor) und Hosting, also die Infrastruktur und die dazugehörigen Dienstleistungen, die nötig sind, um eine Website im Internet zu betreiben (bspw. Strato, All-Inkl, Alfahosting). Lass dich aufklären und beraten, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
  • Aus heutiger Sicht habe ich jeweils die bestmögliche Entscheidung getroffen. Meine erste Webseite war statisch, einmal aufgesetzt war sie fertig. Was zu dem Zeitpunkt niemand ahnen konnte war, die Erfindung der zahlreichen smarten Devices, die ein responsives Design erforderten, dass sich an das jeweilige Endgerät anpasst. Das erforderte auch die Anpassung der Webseiten, die auf Desktop, Tablet und Smartphone gut aussehen und nutzerfreundlich zu bedienen sein sollen.
  • Form follows function. Dieser Satz begleitet mich seit meiner Designausbildung. Deine Webseite sollte die Aufgaben übernehmen können, die dich in deinem Business dabei unterstützen, sichtbar zu werden und Interessierten eine informierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. Allerdings ist es auch so, dass man oft erst auf neue Ideen kommt, weil es bestimmte Funktionalitäten auf der Webseite geben kann, wie bspw. Formulare, Downloads, Buttons, Verknüpfungen, Automatisierungen, der eigene Shop …
  • Das bedeutet auch, dass sich deine Webseite mit deinem Business entwickeln darf. Zu Beginn reicht eine kleine Seite, die dann Schritt für Schritt angepasst und ausgebaut werden kann. Oft kannst du zu Beginn noch gar nicht absehen, welche Funktionen du in eine paar Monaten oder im nächsten Jahr haben möchtest.
  • Eine professionell und nachhaltig erstellte Webseite ist eine Invention in dein Unternehmen. Widme ihr die nötige Aufmerksamkeit, aber bleib realistisch und pragmatisch. Vieles lässt sich ändern, anbauen, verbessern. Wenn du deine Seite selbst lebendig und aktuell halten kannst, bekommst du ein gutes Gefühl dafür, wie du sie im Rahmen deines Marketing bestmöglich einsetzen und nutzen kannst.
laptop mit Webseite Susanne Jestel und Konfetti

So würde ich heute (bei einem Re-Launch) vorgehen

  • Liste auf, was dich an deiner alten Seite stört und was du beibehalten möchtest.
  • Überlege, was deine neue Seite für dich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten tun soll. Die zentrale Frage ist, was Menschen denken und tun sollen, die deine Seite besuchen. Was ist jeweils der nächste Schritt, zu dem du einladen kannst?
  • Notiere, wie deine Seite aussehen und was muss sie können muss, damit du sie wirklich gerne herzeigst und Menschen dazu einlädst, deine Seite zu besuchen. Denkbar ist bspw., dass du Texte zu deinem Thema verfasst und in einem Blog veröffentlichst, das Interessierte sich in deinen Newsletterverteiler eintragen oder in einem Kalender-Tool Termine buchen können, das du Anmeldeformulare oder Inhalte bereitstellst, die sich Interessierte herunterladen können und vieles mehr. Was sind deine Wünsche?
  • Wenn du magst, mach eine Liste mit Webseiten, die dir gefallen und formuliere genau, welche Elemente das sind, die dich beeindrucken. Sind es Farben, Schriften, Fotos, Anordnung der Elemente Text, Bild, Buttons, etc., oder Stimmungen wie aufgeräumt, modern, professionell etc.
  • Formuliere eine einfache Menüstruktur (bspw.: Start, Angebot, Über, Blog, Kontakt).
  • Sammele die wichtigsten Inhalte in einem schlichten Dokument, für jeden Menüpunkt/für jede Unterseite eine Seite im Dokument. Dann schau auf deine Texte und formuliere ggf. neu. Die Webseitentexte sind nicht in Stein gemeisselt, sei dir bewusst, dass du sich immer mal wieder überarbeiten wirst.
  • Sorge für gute Fotos. Im Idealfall gönnst du dir einen professionellen Fototermin in verschiedenen Outfits und unterschiedlichen Situationen mit einer erfahrenen Fotografin, die daran denkt, dich in unterschiedlichen Formaten und für unterschiedliche Kanäle zu fotografieren.
  • Solltest du schon einen Blog oder andere umfangreiche Inhalte auf deiner Seite haben, überlege dir, was für ein Typ du bist: Erst aufräumen und überarbeiten und dann umziehen oder erst umziehen und dann in der neuen Umgebung die Inhalte überarbeiten.
  • Erarbeite mit deiner Webdesignerin einen realistischen Zeitplan für die eigentliche Umsetzung und ziehe das Projekt zügig durch. Wichtig ist, dass du genau weißt, was auf deiner Seite zu tun ist (Inhalte und Bilder liefern, Entscheidungen treffen), damit die Webdesignerin bestmöglich arbeiten kann. Entstehen längere Pausen, unterbricht das den Workflow und verursacht höhere Kosten, weil das Projekt immer wieder neu angefasst werden muss.

So können wir deine Webseite realisieren

Britta und ich sind ein tolles Team, wenn es um Webseiten geht, die zu dir und deinem Business passen. Wir unterstützen dich gerne beim Auf- oder Ausbau dieser wichtigen digitalen Präsenz – ganz egal, wo du zurzeit mit deiner Selbstständigkeit stehst.

Ich arbeite mit vielen Kundinnen an ihren Webseiten, denn deine Homepage ist ein zentraler Kontaktpunkt auf der Kund:innen-Reise. Das schöne ist, dass du Texte, die du für deine Webseite verfasst auch in vielen anderen Bereichen deines Marketing einsetzen kannst. Grundsätzliche Gedanken zu Positionierungsfragen (Was will ich, wer sind ideale Kund:innen und was sind passende Angebote?), die du dir anlässlich deiner Webseite machst, helfen dir bei deiner gesamten Marketing-Kommunikation.

Die Idee, mit einer schlanken Webseite zu starten, die sich unkompliziert deinen Bedürfnissen anpassen lässt und mit dir wachsen kann, finde ich sehr charmant. Wenn es dir auch so geht, melde dich und lass uns einfach sprechen.

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