Atomicon – Warum ich Konferenzen besuche

Lebenslanges Lernen, auf der Höhe der Zeit bleiben, aktuelle Trends und neue Entwicklungen kennen und verstehen, wie sie sich auswirken, war immer schon wichtig in meinem Job. Ganz deutlich in meiner Zeit in der Modebranche, aber auch heute, in digitalen Zeiten mit Kommunikationskanälen die kommen und gehen, Algorithmen, künstlicher Intelligenz, …

Unter der Woche schaffe ich es kaum, den rasanten Entwicklungen zu folgen – da bin ich echt happy, dass mich meine Business Buddy Britta Just bei wirklich wichtigen Themen auf dem Laufenden hält. Außerdem war ich nie ein „first mover“. Auf Trends aufspringen ist nicht mein Ding. Ich warte lieber ab und prüfe dann genau, was sich für mich gut anfühlt und wie ich Neuerungen in meine Arbeit integrieren kann.

Eine für mich sehr gute Möglichkeit auf dem Laufenden zu bleiben und an komprimierte Informationen zu kommen, sind Konferenzen mit ihren thematischen Vorträgen von Fachleuten, wie die Atomicon, die ich vor ein paar Tagen mit Britta besucht habe. (Wenn du ganz genau guckst, siehst du Britta und mich im Publikum)

Andrew und Pete wollen die beste Konferenz für Solopreneure und Small Business Owner in Europa bieten. Ich war zum zweiten Mal in Newcastle – eine prima Gelegenheit für eine kurze Workation mit Britta, die ich ja sonst auch nur virtuelle treffe. Es war wieder überwältigend.

Was ich von der Atomicon mitgenommen habe

Insgesamt wurden 24 Vorträge geboten, davon einige im Plenum, andere in fünf Zeitfenstern zur Auswahl. Da es in erster Linie um Marketing und Businessentwicklung ging, waren die Themen für mich nicht rasend neu aber eine wunderbare Auffrischung. Es ist immer wieder inspirierend zu sehen, wie Kolleg:innen aus ihrer Perspektive auf die einzelnen Marketing Disziplinen schauen.

Dont´t spread yourself too thin

Im humorvollen Eröffnung-Vortrag von Andrew und Pete ging es um die 90/10-Regel. Selbstständige können nur wachsen und ihr Business entwickeln, wenn sie 90% ihrer Ressourcen (Zeit, Energie, Geld) sehr ausgewählt für EINE SACHE einsetzen, die sie außergewöhnlich gut machen, statt auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen (auf englisch: Spread yourself too thin – to try to do too many things at the same time, so that you cannot give enough time or attention to any of them). Einleuchtend, aber für vielseitige Menschen wie mich und meine Kundinnen echt eine Herausforderung. Trotzdem lohnt es sich, über das Konzept nachzudenken. Ich plädiere ja schon seit Jahren für mehr Fokus und weniger verzetteln und werde mit diesem aufgefrischten Wissen im Gepäck, einen neuen Anlauf machen.

Confidence follows Courage mit Rupinder Kaur

Diese Warten auf den „richtigen“ Zeitpunkt kennen wir doch alle. Man fühlt sich oft noch nicht soweit, sichtbar zu werden, rauszugehen, das eigenen Business zu präsentieren. Das Selbstbewusstsein ist noch nicht da, wo wir es gerne hätten. In Rupinders Vortrag war genau das das Thema: Es braucht erst Mut etwas zu tun, eine – hoffentlich positive – Reaktion zu bekommen und daraus entwickelt sich dann das Selbstbewusstsein, nicht umgekehrt. Eindrücklich beschrieb sie das an ihrer eigenen Geschichte, die nach vielen Jahren (!!) dann in den Dokumentarfilm „Mother Kili“ mündete, den man inzwischen auf Amazon sehen kann.

The Implementation Gap mit Alice Benham

Großes Thema: Wie gelingt es, das, was man sich vorgenommen hat auch wirklich umzusetzen? Dazu hat der Vortrag von Alice nochmal interessante Einsichten gebracht. Das Gehirn ist nämlich so verdrahtet, dass es sich den leichtesten Weg sucht und in der Komfortzone bleiben will. Entscheidend ist nicht unbedingt Konsistenz, also regelmäßige Sichtbarkeit, Newsletter oder Kommunikation, sondern die Fähigkeit wieder zu beginnen, wenn man mal vom konsistenten Weg abgekommen ist, weil das Leben einfach dazwischen kam. Hartnäckigkeit ist die entscheidende Kompetenz! Resistenz schlägt Konsistenz.

Marketing in the age of AI mit Rumina Mateva

Künstliche Intelligenz und wie wir sie mit einer ethischen Haltung ins Marketing einbauen können, dazu hat Rumina gesprochen. KI zu nutzen, um Muster zu erkennen, zu verstehen, was die eigenen Kund:innen wollen und hier wirklich a die Ursachen zu kommen, dafür ist KI wunderbar geeignet. Es geht nicht darum Massen von beliebigem Content produzieren zu lassen, sondern die Menschen (idealen Kund:innen) wirklich zu verstehen und dann die eigenen Meinung und Vorgehensweise angemessen zu kommunizieren.

It´s just a post mit Hannah Isted

Hanna hat in ihrem Vortrag erklärt, wie man schnell und ohne viel nachzudenken eine Post für Social Media verfasst und veröffentlicht. Da mein Fokus ja nicht auf den sozialen Medien als Kommunikationskanal liegt, war das zwar interessant, entsprach aber nicht meinem Vorgehen. Einfach irgendwie sichtbar werden halte ich für Zeitverschwendung. Für Anfänger:innen, die sich endlich mal in die digitale Welt trauen wollen, mag das hilfreich gewesen sein. Ich gehe da mit meinem Konzept der Kleinen Kampagnen fokussierter vor.

Webinars that convert mit Theresa Heath-Wareing

Das Webinar immer noch funktionieren, hat Theresa bestätigt und in ihrem Vortrag die Psychologie dahinter erläutert. Das fand ich spannend, weil sie auch die dunklen Seiten erwähnt und sich klar von Manipulation und dem unethischen „Bro-Marketing“ abgegrenzt hat. So konnte man verstehen, was Webinare oft so unangenehm und aufdringlich macht und wie man sie so aufbaut, dass die Teilnehmenden sowohl etwas an Erkenntnissen mitnehmen können als auch zum nächsten Schritt eingeladen werden. Praktisch war auch eine Folie, mit dem Aufbau eines gelungenen Webinars.

The Slowment revolution mit Ann Handly

Am Schluss gab es dann für alle (erschöpft und mit rauchendem Kopf) die Abschluss-Keynote. Die Gedanken von Ann kamen meiner Auffassung sehr entgegen: In dieser schnelllebigen Zeit gewinnen die, die einen kühlen Kopf bewahren und langsam wie ein Faultier auf den richtigen Moment für ihre Aktionen warten, statt kopflos überall dabei sein wollen und ihre Energie verschwenden. Zugegeben, so richtig aufnahmefähig war ich nach all den Impulsen nicht mehr. Darum freue ich mich, dass ich alle Vorträge – auch die, die ich nicht live besuchen konnte – nochmal in Ruhe nachschauen kann.

Nach der Atomicon ist vor der Umsetzung

Was mache ich nun aus all diesen Eindrücken und (neuen) Erkenntnissen – das ist die entscheidende Frage! Umsetzen, natürlich!

Dann macht die Atomicon für dich Sinn

Die Atomico ist DAS eine große Event im Jahr von Andrew und Pete. Allerdings finden das ganze Jahr über für alle, die sich Tickets gekauft haben bereits interessante kleine Veranstaltungen statt. Alles in allem ein Füllhorn an tollen Informationen. Und das beste ist, du kannst die Konferenz vor Ort (ab 2027 in Manchester) aber auch wunderbar online verfolgen.

Dann macht die Atomicon für dich Sinn:

  • Du verstehst (und sprichst) Englisch. Das ist die Voraussetzung für die Atomicon, denn alle Vorträge sind in Englisch.
  • Du bist Soloselbstständige oder führst ein kleines Unternehmen und hast Lust auf kompakte aktuelle Inspiration zu den vielfältigen Themen im Bereich Marketing und Businessentwicklung.
  • Du hast Lust auf Austausch mit anderen Selbstständigen – und das bereits ab sofort. Das ganze Jahr über gibt es kleine Workshops und Mastermindrunden mit den sehr sympathischen Andrew und Pete
  • Du hast Lust, dich in einem lockeren, professionellen Umfeld zu bewegen, in den auch SPASS erlaubt ist. Jaaaa, Business und Marketing können Spaß machen.

Hier* kannst du dein Ticket für die Atomicon buchen. Momentan läuft noch ein Flash Sale, die Tickets sind besonders günstig.

*Der Link ist ein Affiliate Link, das bedeutet, ich bekomme eine kleine Provision, wenn du darüber buchst. Für dich ändert sich nichts.

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