April-Abenteuer: Ich treffe meine Blog-Community “The Content Society” LIVE in Stuttgart

Freitagmorgen, um sechs klingelt der Wecker. Heiße Dusche, Tee, wach werden. Per U-Bahn zum Bahnhof, mit dem ICE ab nach Stuttgart zum ersten Live Treffen der Content Society, dem Jahresprogramm meiner Blogmentorin Judith Sympatexter Peters. Sie hat eingeladen – und ich meine eingeladen, denn das Event ist ein echtes „Surprise & Delight“.

Als ich gegen Mittag aus Berlin in Stuttgart ankomme checke ich im Hotel ein und erkunde die Stadt, lasse mich treiben, esse eine Kleinigkeit unweit der Eventlocation, so weiß ich schon, wo wir uns morgen treffen. Bin den ganzen Tag auf den Beinen, mein Handy zählt 11.086 Schritte, schreibe Postkarten und lasse den Abend im Hotel vor der Glotze ausklingen.

Samstagmorgen, um sechs klingelt der Wecker.

Ich gehe eine Runde schwimmen, habe den Pool für mich alleine. Herrlich! Zu Fuß ins Design Office, tolle Location! Es gibt ein kleines Frühstück, so können wir in Ruhe ankommen und uns umschauen. Sechzig Frauen, einige kenne ich aus der Facebookgruppe oder den Co-Workings. Überall große Hallos, wie geht´s, schön, dich zu sehen!

Eine Co-Bloggerin hat einen Eimer voll Blumen besorgt. Jede von uns übergibt einige an Judith, die wir damit schon nach fünf Minuten zu Freudentränen rühren. Bevor wir in die Sessions starten kündigt Judith an, sie werde im Laufe des Tages einige Bloggerinnen vorstellen und interviewen. Das erste Shout Out gilt Steffie, die ohne Ahnung, Webseite und Hoster, quasi nackt, vor wenigen Jahren ins Blogabenteuer gestartet, und inzwischen im Team der Content Society ist.

Erstaunlich, was man in ein paar Minuten erarbeiten kann

Nach diesem inspirierenden Intro stellen wir uns in Achtergruppen vor, schon erstaunlich, was man in einer Minute übereinander erfahren kann.

Dann arbeiten wir gut zwei Stunden: Brainstormen, notieren Ziele und Intentionen für den Tag, sammeln Ideen für die nächsten acht Blogartikel, hören Beispiele und Fragen, lachen viel und inspirieren uns gegenseitig.

Ein köstliches Mittagessen und schöne Gespräche warten auf uns. Ich freue mich über Komplimente, erstaunt darüber, wer mich alles kennt und meine Artikel liest. Natürlich ist der Aprilscherz ganz vorn, den ich zusammen mit Britta ausgeheckt habe.

Außerdem kann ich hier in Ruhe mit einigen potentiellen Speakerinnen für die Masomeco Online Summit sprechen, denn die Vorbereitungen für die Summit, die im September stattfinden wird, laufen bereits an.

“Die Welt braucht mehr Susanne”

Am Nachmittag bin ich total überrascht, als Judith die nächste Bloggerin nach vorne bittet. Eine Frau, die mit ihrem Blog und Business im letzten Jahr eine bemerkenswerte Entwicklung gemacht hat: Susanne Jestel!

Wow, das hatte ich nicht erwartet. Judith fragt mich nach meiner Kooperation mit Britta, die Masomeco Online Summit, meine Blogerfahrungen und meint zum Schluss, sie freut sich darauf, mehr von mir zu lesen, denn die Welt braucht mehr Susanne. Ich bin total geflasht.

So viele erste Male: Ich mache mein erstes Reel

Dann dürfen alle über ihren Schatten springen: Wir schreiben in 10 Minuten einen kurzen Text zum Thema überwundene Glaubensätze ins Handy.

Meiner lautet: Früher dachte ich, zum Thema Marketing wäre schon alles gesagt und geschrieben. Inzwischen habe ich mein ganz persönliches Lieblingsthema gefunden: die kleinen Kampagnen. Ständig kommen mir neue Ideen rund um kleine Kampagnen, mit denen selbstständige Frauen für ein neues Publikum sichtbar werden, die Beziehung zu Interessierte pflegen und potentiellen Kund:innen ganz charmant ein Angebot machen können.

Danach haben wir 15 Minuten Zeit, um im Design Office (“Bitte bleibt auf dieser Etage.”) ein Video zu drehen. Daraus machen wir ein (ERSTES) Reel und posten gemeinsam auf Instagram. Vom Handy aus ist das alles ja eigentlich nicht so mein Ding – aber ich stelle fest, das macht Spaß!

 

Nach Gruppenbild, Kaffee, Kuchen, dem Abhaken unserer Tagesziele und der Verabredung zum gemeinsamen Abendessen ist dieser grandiose Tag vorbei. Zurück ins Hotel, die Beine hochlegen, einen Moment die Eindrücke des Tages verdauen, dann los in die Metzgerei, wo sich einige noch zum Abendessen und quatschen treffen. Es dauert, bis ich anschließend runterfahren und endlich schlafen kann.

Abenteuerliche Rückreise

Sonntagmorgen, um sechs klingelt der Wecker. Ich bin noch ganz benommen, die Nacht war kurz. Heiße Dusche, Tee, wach werden.

Eine Push Nachricht der Deutschen Bahn alarmiert mich: Voraussichtlich wird mein Anschluss in Mannheim nicht erreicht, ich möge mich um eine Alternative kümmern. Es regnet wie aus Eimern, einen Schirm habe ich nicht dabei. Zum Glück ist die Tasche gepackt und ein früherer Zug in der App gefunden. Ich bestelle an der Rezeption ein Taxi, weil die Zeit drängt.

In der geräumigen Drehtür kommen mir etwa 15 schwer ausgerüstete Polizeibeamte entgegen, die in die Halle stürmen. Ich werde nach draußen gewirbelt. Die Einfahrt steht voller Einsatzwagen, kein Durchkommen für mein Taxi! Ich laufe durch den Regen bis zur Straße und warte. Die Minuten vergehen. Ich werde nervös. Die Damen am Empfang bat mich sicherzustellen, dass auf meine Zimmernummer bestellte Taxi zu nehmen.

Endlich kommt der Wagen, will zur Hoteleinfahrt einbiegen, erkennt die Lage. Ich stehe bereits im Regen, als der Fahrer stoppt. Er steigt aus und rufe ihm zu ich hätte vom Hotel aus reserviert. Er nickt und verstaut mein Gepäck im Kofferraum. Ich frage, ob ich mit Karte zahlen kann, er brummt, es wären zum Bahnhof nur etwa acht Euro, er könne am Geldautomaten halten. Dafür ist keine Zeit! Ich schaue im Portemonnaie nach und zähle acht Euro dreißig. Also los.

Durch den Regen zum Bahnhof

Er hat die Ruhe weg und will noch die Zimmernummer bestätigen. Leider nicht meine. Ich zögere kurz und sage es passt. Sonst nicht meine Art und sorry, an Zimmer 130, aber mein Wagen müsste ja jeden Moment kommen. Durch den Regen zum Bahnhof Stuttgart 21, der ewigen Baustelle. Der Fahrer hält, wo er halten kann und beschreibt mir den Weg zu den Gleisen. Macht acht Euro zehn.

Ich renne durch den Regen, springe über Pfützen. Meine Schuhe sind durchnässt als ich, gerade noch rechtzeitig, das Gleis erreiche. Ich lasse mich auf den nächsten freien Platz fallen. Die Fahrkarten werden kontrolliert. Die Zugbegleiterin prüft mein Ticket, das ja für den späteren Zug ausgestellt ist, und meint sehr charmant: Haben Sie noch eine Erklärung für mich?

Ich erkläre. Sie prüft, meint, sie könne keine Unregelmäßigkeiten sehen und empfiehlt, beim nächsten Mal einen Screenshot der Push Nachricht zu machen. So könne ich die Abweichung von der Zugbindung rechtfertigen, sollte ich mal an den falschen Schaffner geraten. Sehr nett.

Mannheim, genug Zeit für einen Kaffee, den ich mit Karte zahle. Während ich auf den ICE nach Berlin warte rollt am Gleis hinter mir mein Zug aus Stuttgart ein, pünktlich.

Egal. Der Adrenalinschub am Morgen hält mich wach, ich beginne diesen Text zu schreiben, schaue eine Masterclass, genieße den Blick aus dem Fenster und bin am frühen Nachmittag zurück in Berlin.

Meine Learnings aus dieser Reise

  • Nicht ohne ausreichend Bargeld reisen, das spart Nerven.
  • Screenshots von Pushnachrichten der DB machen, dito.
  • Einfach immer einen Schirm mitnehmen.
  • Kleine Notizblöcke werden eher benutzt als teure Notizbücher.
  • Eine Minute reicht, um sich vorzustellen und andere kennenzulernen.
  • Zwei Minuten reichen, um ein paar erste Ideen für einen Blogartikel zu notieren und damit den kreativen Autopiloten zu briefen.
  • Zehn Minuten reichen, um einen Text für ein kurzes Reel ins Handy zu tippen.
  • Auch wenn ich lieber am Laptop arbeite, für kleine Fun-Projekte wie ein Reel, kann ich auch mal am Handy fummeln.
  • Es ist großartig, in einer Community Gleichgesinnter zu sein. Auch wenn wir uns bisher nur online kannten ist da sofort ein Vertrauen, das intensive und ganz authentische Gespräche auf Augenhöhe möglich macht.
  • LIVE Events sind klasse. Ich will unbedingt auch wieder eins für meine Community machen.
  • Businessentwicklung ist nie abgeschlossen, ich habe nie fertig gebloggt.
  • Ich darf auch unperfekt nach draußen gehen. Auch diesen Artikel werde ich vermutlich noch ein paar mal überarbeiten oder ergänzen.
  • In meiner Online-Bubble sind nicht nur Marketingfachleute, sondern viele Frauen mit sehr interessanten Unternehmen und Angeboten.
  • Bloggen ist toll. Ich werde mir wieder mehr Zeit dafür nehmen! Danke Judith!

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8 Kommentare zu “April-Abenteuer: Ich treffe meine Blog-Community “The Content Society” LIVE in Stuttgart

    1. Susanne Jestel Post author

      Danke meine Liebe, du warst ja in Gedanken und im Gespräch immer an meiner Seite. Bis bald in Echt.

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  1. Umani Wendler

    Liebe Susanne … wow!!! … als “live-Dabeigewesene” ist das Lesen deines Artikels wie eine warme Memory-Lichtdusche … ja es war so toll !!!! – eine lange Perlenkette wundervoller Momente …

    und dein Bahn-Krimi liest sich super … ich bin Sonntag morgen um kurz nach 7 mit dem FlixTrain zurück nach Berlin … darüber werde ich in meinem MoRübli schreiben … das war auch ein Erlebnis der besonderen Art …
    Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder … als kleine Berliner Judith-Groupie-Blogger-Gemeinde 🙂
    Liebe Grüße durch die Stadt
    Umani

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    1. Susanne Jestel Post author

      Also das sollten wir doch wirklich mal schaffen, wir Berliner TCS Bloggerinnen! Vielleicht im Mai …? Wir halten das im Auge. LG Susanne

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    1. Susanne Jestel Post author

      Liebe Umani, danke für deinen schönen Kommentar und NA KLAR. Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag in deinem MoRüBli verlinkst. Großartig!

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    1. Susanne Jestel Post author

      Liebe Luise, in der Tat recht komprimiert – da werde ich noch eine Weile von zehren können 😉

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