Deine Frage – meine Antwort zum Thema Marketing

Aus meiner  Community von Selbständigen erreichen mich immer wieder Fragen zu den Themen Marketing und Kundengewinnung. Hier meine Antworten, Gedanken und Impulse zu den Fragen, die mich in den letzten Wochen erreicht haben:

 

“Hey Susanne, was nutzt du zur Kundengewinnung?”

Ich organisiere mein gesamtes Marketing in kleinen Kampagnen – natürlich auch meine eigenen Kundinnengewinnung. Dabei  orientiere ich mich an den Etappen im Kaufentscheidungsprozess, den alle Menschen durchlaufen. Auf dieser Kundenreise übernehme ich aktiv die Reiseleitung.

Die Kundenreise führt über folgende Etappen: 1.vorstellen, 2. verbinden, 3. vorbereiten, 4. verkaufen und 5. verzaubern! Und so sieht das bei mir aus:

  1. Ich lasse mir regelmäßig etwas einfallen, um vor ein bisher für mich unbekanntes Publikum zu treten und mich und mein Business vorzustellen: So zum Beispiel meine Pop-Up Impulstreffen, Workshops, Gastbeiträge in Blogs oder im Newsletter meiner Kooperationspartnerinnen, Teilnahme an Pro-Bono-Aktionen wir der Nachtschicht etc.
  2. Dann verbinde ich mich mit diesen Menschen und lade sie ein meinen Newsletter zu abonnieren.
  3. Als Vorbereitung für meine Angebote liefere ich regelmäßig nützlichen und unterhaltsamen Content, in Form von Blogartikeln, meinem Newsletter, Challenges in meiner Facebookgruppe, Einladungen zu Marketing-Talks und anderen Möglichkeiten, mich näher kennenzulernen.
  4. Schließlich lade ich sie ein, auf die eine oder andere Weise mit mir zusammenzuarbeiten und verkaufe ihnen meine Angebote.

Was genau kleine Kampagnen sind, erkläre ich in diesem Beitrag.

“Wie bekomme ich Leichtigkeit in meine Kommunikation?”

Egal ob es um deine Webseite, Newsletter, Posts in den sozialen Medien, E-Mails oder konkrete Angebote an deine Kundinnen geht, als Solo-Selbstständige brauchst du Texte für deine Kommunikation.

Schreiben ist (wie vieles andere auch) Übungssache. Geschäftspartnerinnen, Interessierte und Kundinnen wollen mehr über dich als Person erfahren. Die Kommunikation fühlt sich schwer an, wenn man das Gefühl hat, das man sich aufdrängt oder permanent was verkaufen will. Das musst du ja nicht tun. Du kannst professionell und trotzdem so zugewandt wie einer guten Bekannten schreiben, einen persönlichen Aufhänger finden, ein paar Tipps geben und deine Expertise zeigen. Das erleichtert die Kommunikation, du wirst als Person sichtbarer, bleibst auch eher im Gedächtnis und kannst leichter an vorangegangene Gespräche anknüpfen. Zum Thema Content, Texte und Geschichten mache ich regelmäßig Workshops. Trag dich in meinen Verteiler ein, dann bleibst du informiert.

“Wie schaffe ich es für die Kunden schmackhafte, informierende und unaufdringliche Texte über meine Produkte zu schreiben?”

Da ich weiß, das du Taschen aus alten Planen, also feinstes Up-Cycling machst und wir uns darüber schon mal unterhalten haben, hier mein Tipp für dich: Neben der eigentlichen Produktbeschreibung, also Maße, Einsatzgebiet und Material der Taschen, kannst du ihre Geschichten erzählen. Z.B. woher du das Material für genau diese Tasche bekommen hast, auf welchem Weg es zu dir gekommen ist, wer es gebracht hat, wieviele oder besser wie wenige Taschen du aus diesem Material schneidern kannst, wie lange du das Material schon im Laden liegen hast, mit welchen Zutaten du es kombinieren willst und warum, wohin das Material (im Fall von Zirkus- Zelt- oder LKW-Plane) schon gereist ist, was es wohl erlebt hat oder noch erleben wird …

“Woher bekomme ich all diese Informationen über die ganzen technischen Dinge und Tools, die man so braucht?”

Was brauchst du gerade wirklich, ist gleich mal meine Gegenfrage. Was man so brauchen kann, ist oft viel mehr, als man wirklich brauchst. Die Gefahr ist groß, dass du vor lauter Begeisterung für Tricks und Tools aus den Augen verlierst, ob sie dir wirklich das Leben erleichtern können. Ich prüfe, welche Prozesse ich durch den Einsatz von Tools wirklich erleichtern und verbessern kann. Wieviel Zeit spare ich wirklich und bringt das bessere Ergebnisse oder schönere Erlebnisse für meine Kundinnen? Erst im zweiten Schritt machen ich mich auf die Suche und höre mich bei anderen Selbstständigen aus meiner Community um, was die so nutzen. Das hat den Vorteil, dass ich dann auch immer jemanden habe, den ich mal fragen kann. Welche Tools ich nutze und was das bringt, beschreibe ich in diesem Beitrag, der immer wieder ergänzt wird.

“Wo finde ich am einfachsten Menschen zwischen 50-80 Jahren?”

Das kommt drauf an, wonach diese Menschen suchen. 30 Jahre sind eine gewaltige Zeitspanne. Mit 50 ist man in der Regel noch im Berufsleben, mit 80 vermutlich nicht mehr. Das Alter ist auch nur eine von vielen möglichen Eigenschaften deiner potentiellen Kundinnen. Stell dir lieber die Frage, welches gemeinsame Bedürfnis Menschen haben, denen du mit deinem Angebot helfen kannst. Welche Wünsche oder Probleme beschäftigen deine Kundinnen? In welcher Ausgangslage sind sie und welches “Happy End” wünschen sie sich? Du kannst auch einfach deine bisherigen Kundinnen fragen, wo sie sich Informationen gesucht haben. Welche Veranstaltungen besuchen sie, welche Zeitungen lesen sie, womit befassen sie sich in ihrer Freizeit, …? Überhaupt sind zufriedene Kundinnen ein guter Startpunkt für weitere Empfehlungen, denn oft bewegen sie sich in den gleichen Kreisen wie die Kontakte, die du knüpfen möchtest.

“Wie finde ich meine Kunden die nicht nur interessiert und begeistert sind, sondern auch die Möglichkeiten haben sich Luxus zu gönnen?”

Du kannst nicht wissen, wer sich deine Produkte leisten kann. Vielleicht sind es nette Leute, für die deine Preise keine Rolle spielen. Oder Menschen, die ein geringeres Einkommen haben und dann eben für deine Produkte sparen, um sie sich leisten zu können. Du kannst und brauchst deinen Kundinnen nicht ins Portemonnaie gucken! Für jedes Preis-Niveau gibt es Kundinnen.

Zu diesem Thema fällt mir die Szene aus dem Film “Pretty Woman” ein: Vivian geht (mit genügend Geld von Edward, einem reichen Geschäftsmann, ausgestattet) in eine Luxus-Boutique, um sich ein repräsentables Cocktailkleid für den Abend zu kaufen. Leider wird sie, wegen ihres trashigen Outfits, von einer Verkäuferin abgewiesen. Schließlich kauft sie zum Titelsong des Films mit Edwards Kreditkarte für ein großes Vermögen in einem anderen Geschäft ein. 🙂

“Was machen Menschen, die ihre eigenen Zeitpläne einfach nicht einhalten können?”

Entweder alles so lassen wie es ist – es scheint ja zu funktionieren – oder schauen, woran es liegt.
Nimmst du dir zu viele Dinge vor? Mit fällt das immer auf die Füße, wenn ich mir zu viel vorgenommen habe. Dann muss ich immer wieder kleiner denken, um große Ziele zu erreichen.
Hast du einen Fokus-Plan, der dich bei deiner Zeitplanung unterstützt oder geht alles durcheinander – wie bei vielen Kreativen.

Passt deine Zeitplanung oder hast du sie dir in bester Absicht aber leider viel zu eng gestrickt? Ein Plan nützt nichts, wenn du darin zu wenig Zeit für Spontanes, Kreative oder Unvorhergesehenes einplanst. Ich passe meine Planung regelmäßig and und schaue immer darauf, wo sie mich unterstützt und nicht einengt. Also eher in Zeitblöcken und Deadlines denken.  Und dann heißt es dranbleiben und üben 🙂


Hast du Fragen zu Marketing und Kundinnengewinnung – dann schreib mir eine E-Mail an Susanne(at)susannejestel.de und ich beantworte deine Frage in meinem nächsten FAQ.


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