Was ich an Marketing nicht mag

Was ich an meiner Arbeit als Marketainerin nicht so prickelnd finde

Ich mag meine Arbeit als Marketainerin. Ich liebe es, Marketing in kleinen Kampagnen zu organisieren und selbstständige Frauen und ihr Angebot mit den passenden Kundinnen zusammenzubringen. Großartig, wenn ein roter Faden erkennbar wird und die Kommunikation geplant, entspannt, ressourcenschonend, den Werten der Selbstständigen entsprechend und erfolgreich ist. Ich liebe die Entwicklung zu beobachten, Dinge auszuprobieren, neue Wege zu gehen, mich gemeinsam mit meiner Klientinnen unternehmerisch zu entwickeln … Und es gibt ein paar Dinge, die mir immer wieder aufstoßen:

Der schlechte Ruf von Marketing

“Ich will mich nicht aufdrängen, ich kann mich einfach nicht verkaufen, ich will nicht so marktschreierisch und laut daher kommen!”

So oder ähnlich sagen mir das viele Frauen, wenn es um ihre Marketing-Kommunikation geht. Damit rennen sie bei mir offenen Türen ein, denn genau diese Art von Marketing finde ich auch sehr unattraktiv. Das zeigt aber, welchen schlechten Ruf Marketing hat, nämlich laut, grell, aufdringlich.

Aber wer sagt, dass es so sein muss?

Marketing ist ein weites Feld. Es umfasst u.a. Überlegungen zum Angebot (also dem Produkt oder der Dienstleistung, mit der Menschen eine eher missliche Ausgangslage verbessern und ihren Wunschzustand erreichen oder ihr Leben verbessern können), angemessenen Preisen (die das Auskommen der Selbstständigen sichern und von Kundinnen gezahlt werden), dem Vertrieb (der das Angebot zu den Kundinnen bringt) und der Kommunikation, die das Angebot für potentiellen Kundinnen sichtbar macht, Vertrauen aufbaut und Menschen eine informierte Kaufentscheidung ermöglicht.

Viele Selbstständige machen also bereits Marketing, ohne es so zu nennen. Das laut sein, das grelle und abschreckende bezieht sich dann auf die Kommunikation – und die kann jede so gestalten, wie es zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Business passt. Wichtig ist nur, dass genügend Interessierte überhaupt vom Angebot erfahren, dass eine Beziehung zu potentielle Kundinnen aufgebaut wird und sie dann auch aktiv zum Kauf eingeladen werden.

Selbstständige, die nicht verstehen, dass Marketing zum Business gehört

Leider hält sich bei vielen Selbstständigen hartnäckig der Irrglaube, sie kämen schon irgendwie um Marketing herum. Nein, Marketing gehört zur Selbstständigkeit dazu. Marketing ist ein wichtiger Bestandteil, denn Marketing umfasst alle Aktivitäten, die dabei helfen, das eigene Wissen und Können in ein passendes Angebot zu verpacken und mit den richtigen Kundinnen zusammenzubringen, um deren Leben angenehmer zu gestalten oder echte Probleme zu lösen.

Jede Selbstständige sollte sich wenigstens mit den Basics auskennen und sich dessen bewusst sein, dass ohne Marketing kein Business möglich ist. Und das muss rein gar nichts mit Aufdrängen zu tun haben. Marketing-Kommunikation hat so viele Facetten und Spielarten – leider bleiben vielen nur die unangenehmen in Erinnerung. Aber es geht auch anders. Man kann Marketing so gestalten, dass es leicht fällt und Spaß macht. Ich nenne das Marketainment.

Investiert wird in die fachliche Qualifikation – Marketing bleibt auf der Strecke

Viele Frauen mit denen ich arbeite sind hervorragend ausgebildet, waren zum Teil sehr erfolgreich angestellt, haben vielleicht Kinder großgezogen und wollen ihre Lebens- und Berufserfahrungen an andere Menschen weitergeben. Dafür nehmen sie einiges in Kauf, lernen neue Berufe, machen Fortbildungen und stecken jede Menge Zeit, Energie und Geld in ihre fachliche Qualifikation.

Was viele dabei vergessen ist, sich auch im Bereich Marketing weiterzubilden, um ihre Talente, ihr Wissen und Können in sinnvolle Angebote zu gießen und die dann an die passende Kundinnen zu bringen. Manchmal denke ich: wie egoistisch. Da sind diese Coaches, Heilpraktikerinnen, Körpertherapeutinnen, Dienstleisterinnen, kreative Köpfe … mit all ihren fachlichen Fähigkeiten.   Sie sitzen auf einem Schatz an Können, Wissen und Erfahrungen und schaffen es nicht, die Menschen zu erreichen, denen das helfen würde.

Selbstständig sein und unternehmerisch handeln heißt auch, sich zu überlegen, wie man die Menschen erreichen kann, denen man helfen will. Und das geht nur mit Marketing.

Hier kannst du lesen, was es mit kleinen Kampagnen auf sich hat:


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